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Rückenschmerzen

    

 

Diesem Phänomen möchte ich ein eigenes Kapitel widmen.

Damit Sie einschätzen können, was Sie erwartet,
wenn Sie mit Rückenbeschwerden zu mir kommen,
schreibe ich ihnen hier meine Erfahrungen auf.

 Ich kämpfe vehement  - schon seit vielen Jahren -
gegen die unnötigen und schädlichen Rückenröntgenuntersuchungen.

Eine Skoliose kann ich bei der körperlichen Untersuchung erkennen.

Eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule bringt uns  k e i n e 
Erkenntnis über deren Ursache – außer dem Ausschluß von Krebs
oder sehr seltenen Krankheiten.

Wenn der Orthopäde dies beherzigen würde, müsste er
98%  der Wirbelsäulenröntgenuntersuchungen unterlassen.

Sie werden  i m m e r  hören : Sie haben degenrative Veränderungen,
Spondylosen usw. Auf die Frage: „Können Sie mir jetzt die Ursache
meiner Rückenschmerzen sagen? “ – wird er Ihnen ehrlicherweise sagen müssen:
„nein, ich weiß jetzt auch nicht mehr“.    Damit ist der Sinn
seiner Tätigkeit massiv in Frage gestellt.

Nun wird Ihnen die Computertomographie empfohlen.
Nur  S i e  haben die ekelhaften Schmerzen im Rücken
und hoffen nun, dass die Ursache gefunden wird.

Sie fahren zum CT–legen sich in die Röhre. Wieder Röntgenstrahlen.

Ergebnis: Verdacht auf Bandscheibenvorfall – ob er frisch ist
und für die jetzigen Beschwerden verantwortlich, ist allerdings unklar.


Nun wird Ihnen die Magnetresonanztomographie empfohlen.
Diese teure Untersuchung  wird  den im CT  geäußerten Verdacht
erhärten oder entkräften – eine klare Aussage werden Sie nicht bekommen.

Und nun das Wesentliche an meiner Geschichte :
Diese ganzen bildgebenden Verfahren haben nichts an Ihren Schmerzen gelindert 
- im Gegenteil – Ihre Sorge und Angst vor einem Bandscheibenvorfall wurde etwas verstärkt .

Eine negative Äußerung eines Arztes beim Betrachten eines Bildes
unter dem Einfluß von Schmerz und Angst bleibt lebenslang
in Erinnerung und macht krank(auch damit meine ich „schädliche Wirkung des Röntgenbildes“).

Wissen Sie, wie man mit Rückenschmerzen umgeht?

Der Hausarzt fragt sehr aufmerksam, wie und wann der Schmerz entstanden ist.
Er erfragt einige Sachverhalte im Umfeld, er schaut sich die Stelle des Schmerzes an.

Ist es ein bewegungsabhängiger Schmerz ohne Ausstrahlung, akut entstanden,
kein Ruheschmerz – ist der Schmerz nach ein paar Tagen wieder weg
– dann war es ein Hexenschuß.

Ist eine Ischialgie, ein Sensibilitätsverlust, eine Fußheberschwäche zu erkennen,
dann ist es ein Bandscheibenvorfall – vor allem, wenn sich die Schmerzen
über Wochen hinziehen wollen. Ich sage ausdrücklich  w o l l e n ,
da ich erhebliche Dauerschmerzen nicht unbehandelt lassen darf (Schmerzgedächtnis).

Die Therapie besteht aus  einer Entlastung (Arbeitsunfähigkeit je nach Beruf),
Schmerztherapie, physikalische Therapie, Bewegung so viel wie möglich.

Selbst bei massivem Bandscheibenvorfall mit motorichen Ausfällen
hat sich in einer  5 – Jahresuntersuchung  gezeigt,
dass die Menschen besser dran sind, die sich nicht haben operieren lassen.

Es gibt Ausnahmen. Die sind augenfällig. Das hat zunächst wenig
mit der aktuellen Schmerzsituation zu tun.
Schmerz im Rücken und Angst liegen nah beieinander.
Wir Arzte dürfen uns hier nicht auch von der Angst(unbegründet!) leiten lassen.

Eine Apparateuntersuchung ist erst kurz vor einem operativen Eingriff sinnvoll und angezeigt.


Und noch etwas: Eine Blockierung – was ist das?
Das kann Ihnen niemand erklären. Denn makroskopisch-anatomisch
liegt alles an Ort und Stelle(also auch magnetresonanztomographisch).

Ein chiropraktiches Manöver kann Linderung bringen –
allerdings gehen die Beschwerden auch ohne dies Zutun zurück.

Dies ist eine sehr vereinfachte Darstellung eines komplexen Sachverhaltes.
Sie sehen aber, dass der Facharzt hier nur in seltenen Fällen eine wichtigen Rolle spielt
und dass Sie und Ihr Hausarzt die Notwendigkeit eines schnellen Handelns unschwer erkennen können.

 
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