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Hospiz

         

Seit 2001 bin ich Mitglied und beratender Arzt der Hospizgruppe Nagold.
Unser Dachverband ist die IGSL (Internationale Gesellschaft
für Sterbebegleitung und Lebensbeistand e.V.)
Frau Monika Wehrstein hat diese Gruppe ins Leben gerufen
und ist unsere hochgeschätzte Vorsitzende. Wir stehen unter
der Schirmherrschaft von Frau Hilde Benz. Sie schenkt uns
nicht nur den Glanz ihres Names(Rolf Benz in der ganzen Welt bekannt),
sie ist aktiv bei uns mit ihrem Herzen und ihrer Kompetenz.
Die momentan 18-köpfige Gruppe ist ehrenamtlich tätig, die
Mitglieder haben fundierte Ausbildungen und bilden sich laufend
fort.Sie sind allesamt kluge, warmherzige Menschen, die wissen,
dass das Leben wertvoller wird, wenn wir den Tod nicht totschweigen
und das Leben vor dem Sterben liebevoll gestalten.

Es mag in der heutigen Zeit schwer sein, die Bedeutung
einer solchen Einrichtung und deren Arbeit einzuschätzen
und zu begreifen.
Ich möchte versuchen,diese Situation zu beschreiben:
  Bis Vor 30 Jahren war das Sterben noch etwas leichter. Der Hausarzt
  war rund um die Uhr erreichbar, er hatte noch keinen Telefonbeantworter.
  Die Ansprüche und die Vorstellungen des Machbaren waren noch
  nicht so hoch und selten überhöht, es gab noch grössere Familien.
  Heute scheint der Tod manchmal als Versagen medizinischer Kunst
  empfunden zu werden. Dabei passiert es uns, dass wir am Ende
  des Lebens eines Menschens zu viel Diagnostik(mit Apparaten)
  betreiben. Das Leben besteht nur noch aus angstvollen Gedanken
  um evtl.medizinische Versäumnisse.
  Dies geschieht auch als Verdrängung eines Problems, das
  unlösbar erscheint - das Alleinsein.
  Und hier können Hospizmitarbeiter im Zusammespiel mit einem
  Palliativcareteam ermöglichen, dass immer mehr Menschen der
  Wunsch erfüllt werden kann, zu hause leben und sterben zu können.


 

Schmerztherapie

Eine der wichtigsten Aufgaben von uns Ärzten ist es, Schmerzen zu lindern.
Dabei müssen wir angstfrei und korrekt mit Opiaten umgehen.

Diese Medikamente (z.B. Morphium) können uns unerträgliche Schmerzen nehmen.
Sie verkürzen uns nicht unser Leben  – im Gegenteil –
sie können uns das Leben wieder lebenswert machen.

Die körperliche Abhängigkeit, die sich innerhalb einiger Wochen einstellt,
kann jederzeit innerhalb von wenigen Tagen überwunden werden.
Süchtig werden wir dabei gar nicht.

 
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